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W-LAN und ihre Strahlung unbedenklich ?

Wie unbedenklich ist WLAN ?

 

Mit dem Siegeszug der DSL Anschlüsse verbreiten sich auch zunehmend WLAN Router in Deutschlands Häusern. Drahtlose Netzwerke gesellen sich zusätzlich zu den meist ohnehin bestehenden Strahlungsquellen schnurlose DECT Telefone und Mobiltelefone hinzu. Laut den gesetzlichen Richtlinien ist der Einsatz von WLAN unbedenklich, jedoch monieren Kritiker unzureichende wissenschaftliche Erkenntnisse für die derzeitige Bemessungsgrenze.

 

Verglichen mit einem im Gesprächsbetrieb befindlichen Mobiltelefon ist ein WLAN  eher Strahlungsarm. Die Leistungsstärke derartiger Verbindungen wird in Watt pro Quadratmeter ausgedrückt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit bezüglich der Zahlengröße häufig auch in Mikro- Watt pro Quadratmeter (W/m² bzw. µW/m²). Der Leistungsbereich eines Handys während eines Telefonats liegt zwischen 40000 und 150000 µW/m², der einer WLAN Karte eines Rechners, der Bestandteil eines drahtlosen Netzwerkes ist, beträgt dagegen lediglich durchnschnittlich 17000 µW/m². DECT Telefone erreichen vergleichsweise eine Leistung von 60000µW/m² während des Telefonierens.

Da die Hersteller entsprechender Geräte und Komponenten verstärkt Modelle mit geringerer Strahlungsintensität auf den Markt bringen, ist es für den Verbraucher absolut empfehlenswert, seine ältere Technik durch aktuelle zu ersetzen.

 

Der Gesetzgeber schreibt in Deutschland für WLAN eine Belastungsgrenze von 10 Watt pro Quadratmeter vor. Dies entspricht 10.000.000 µW/m². Der durchschnittliche Messwert  einer handelsüblichen WLAN Karte liegt also weit darunter. Aber wie sieht die elektromagnetische Belastung in einem größerem drahtlosen Netzwerk aus?

Um diese Frage zu klären, hat die Uni Bremen ihr eigenes WLAN untersuchen lassen. Die dazu nötigen Messreihen wurden bei dem Uni- unabhängigen „NOVA“- Institut in Auftrag gegeben. Getestet wurden diverse PCs und Access Points mit voneinander verschiedenen Leistungsintensitäten. Der höchste gemessene Wert an einem Rechner im Vollbetrieb betrug rund 0,00025 W/m², oder rund 250µW/m². Das Ergebnis der Uni Bremen rangiert also ebenfalls weit unter dem gesetzlichen Grenzwert.

 

So gesehen also kein Grund zur Sorge. Dennoch kritisieren einige Wissenschaftler die Grundlage des Strahlungsgrenzwertes. Der gesetzliche Grenzwert bezieht sich nämlich lediglich auf die thermische Auswirkung von elektromagnetischer Strahlung auf den menschlichen Körper. 100.000.000 µW/m² wären nötig, um das Gewebe eines Menschen um 1°C zu erwärmen. Etwaige organische Reaktionen des Körpers bei der Absorption von Strahlung bleiben hingegen bislang unberücksichtigt, da eine direkte Wirkung im wissenschaftlichen Sinne noch nicht nachgewiesen werden konnte. Im Klartext heißt das, dass noch nach einem logischen Wirkungsmechanismus gesucht wird.  Kleinlebewesen haben in Experimenten unter dem Einfluss von elektromagnetischer Strahlung jedoch bereits Proteine entwickelt, die in der Lage sind, bestimmte Zellbestandteile zu schützen. Eine mögliche gesundheitliche Wirkung der Strahlung auf den Menschen kann somit nicht einfach ausgeschlossen werden. Die Kritiker raten deshalb gerade Verbrauchern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Funknetzen. Jeder kann dafür etwas tun, beispielsweise die Handynutzung minimieren, oder zu Hause den oder die Computer nur dann per WLAN zu vernetzen, wenn eine Verkabelung nicht möglich ist.

 

 

 

 

 

 

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